August 27, 2008

Lieber Ferdinand du hast in einem Kommentar geschrieben: "Ich gehe davon aus, dass Füssli mit seinem Gemälde die Bedeutung der Frau bei wichtigen Entscheidungen hervorheben wollte."
Füssli war ja halb noch in der Romantik tätig. Die Romantiker wollten dem Nicht-Fassbaren nachspüren, das Dunkle und Geheimnisvolle der Natur und der menschlichen Existenz aufdecken.
Goethe sagte dazu:
Die Nachahmung der Natur durch die Kunst ist um so glücklicher, je tiefer das Object in den Künstler eingedrungen und je größer und tüchtiger seine Individualität selbst ist. Ehe man andern etwas darstellt, muß man den Gegenstand erst in sich selbst neu producirt haben.
Man kann also davon ausgehen, dass Füssli es für richtig befand, malerisch darauf hinzuweisen, dass für einen Schöpfungsakt eine Frau wichtig ist. Alles gute braucht eine Frau, so auch die Gründung der Eidgenossenschaft.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Salü Robert
Das mit der Verinnerlichung der Kunst ist ja schön und recht und mag was Wahres dran haben. Aber damit gibst du ja selber zu, dass Füsslis Malerei rein spiritueller Natur war und sich nicht historisch begründet war. Er fühlte vielleicht, dass die weibliche Seite eine Rolle spielte bei Schöpfunsakt der Schweiz. Mehr nicht...

Robert A. Hemmiger hat gesagt…

Lieb Vreni
Das kann man so nicht sagen. Der Maler Füssli hat das alles nicht aus der Luft gegriffen. Es gibt noch ein zweites Bild von Füssli wo Johanna Winz mit einem der drei Eidgenossen davon reitet.